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Nicht nur Interessierte und Neulinge beim Sportschießen finden auf dieser Seite Informationen über das Sportschießen.
Sportschießen ist ein Breitensport, der auch als Leistungssport betrieben wird.
Sportschießen oder auch Schießsport ist international der sportliche Umgang mit Schusswaffen oder Bogenwaffen (Armbrust, Bogen). Sportliches Schießen bedeutet Schießen nach bestimmten Regeln, die Waffe wird dabei – entgegen ihrem militärischen oder jagdlichen Ursprung – als Sportgerät verwendet, ähnlich wie der Speer beim Speerwerfen oder der Degen beim Fechten.
Der Schützenverein Ebhausen hat einerseits Mitglieder im Breitensport, die mit Schießen ihre Freizeit gestalten.
Andererseits gibt es aber auch Mitglieder, die zum Leistungssport und sogar zum Hochleistungssport übergegangen sind und sich und dem Verein in der ganzen Region einen Namen machen.
Sportschießen - Breitensport, Leistungssport, Hochleistungssport und deren Unterschied:
Breitensport:
Breitensport (Freizeitsport) bezeichnet sportliche Aktivitäten, die hauptsächlich der körperlichen Fitness, dem Ausgleich von Bewegungsmangel sowie dem Spaß am Sport dienen. Damit grenzt sich der Breitensport vom wettkampforientierten und trainingsintensiven Leistungssport ab. Breitensport wird häufig in der Freizeit betrieben.
Leitstungssport:
Unter Leistungssport versteht man das intensive Ausüben eines Sports mit dem Ziel, im Wettkampf eine hohe Leistung zu erzielen. Der Leistungssport unterscheidet sich vom Breitensport insbesondere durch den wesentlich höheren Zeitaufwand (in der Regel tägliches Training) sowie die Fokussierung auf den sportlichen Erfolg.
Hochleistungssport:
Umgangssprachlich wird der Begriff Leistungssport oft mit Hochleistungssport gleichgesetzt.
Wissenschaftlich versteht man unter Hochleistungssport jedoch Leistungssport, der mit dem ausdrücklichen Ziel betrieben wird, Spitzenleistungen im internationalen Maßstab zu erzielen.
Die Ausübung des Hochleistungssports erfolgt i. d. R. in einem von nationalen und internationalen Sportverbänden organisierten und strukturierten Wettkampfsystem. An der Spitze dieses Wettkampfsystems stehen Weltmeisterschaften und Weltcup-Serien sowie in vielen Sportarten die Olympischen Spiele.
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| Freizeitliches Bogenschießen bei Mobil ohne Auto | Hochleistungssportlerin beim Training der Nationalmannschaft |
Nationale Besonderheiten ↑
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In Deutschland wird der Schießsport streng abgegrenzt vom Verteidigungsschießen und dem militärischen Schießen.
In anderen Ländern, z. B. in den USA und der Schweiz, sieht das historisch bedingt anders aus.
Das Mindestalter für die Ausübung des Schießsports mit Luftdruckwaffen ist 12 Jahre (mit Ausnahmegenehmigung 10 Jahre). Jugendlichen, die das 14. Lebensjahr vollendet haben und noch nicht 16 Jahre alt sind, ist auch das Schießen mit kleinkalibrigen Schusswaffen unter Obhut verantwortlicher und zur Kinder- und Jugendarbeit für das Schießen geeigneter Aufsichtspersonen (Inhaber einer Jugendbasislizenz / Vereinsübungsleiter) erlaubt. Unter bestimmten Auflagen bezüglich der physischen und psychischen Entwicklung der Jugendlichen können Ausnahmen von den Altersgrenzen beantragt werden.
In allen Fällen ist eine Einverständniserklärung der Personensorgeberechtigten erforderlich.
Das deutsche Waffenrecht, welches durch das „Gesetz zur Neuregelung des Waffenrechts“ (WaffRNezRegG) zum 1. April 2003 grundlegend geändert wurde, regelt ebenfalls die besondere Qualifizierung der Aufsichtspersonen für das Training mit Jugendlichen. Beim Bogenschießen gibt es keine Alterseinschränkung.
Die offiziellen Wettkämpfe in den verschiedenen Schießdisziplinen werden in der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes geregelt, die dem Olympischen Reglement folgt. Teilnehmen an Wettkämpfen auf Kreis-, Bezirks(Gau)-, Landes- und Bundesebene darf nur, wer die entsprechende Waffendisziplin in einer Vereinsmeisterschaft absolviert hat. Jeder Schütze muss also (mindestens) einem Schützenverein angehören und dort in einer Vereinsmeisterschaft die Waffendisziplin schießen, in der er an höherwertigen Wettkämpfen teilnehmen will. Für die Teilnahme an höherwertigen Wettkämpfen ist zum Teil das Erfüllen bestimmter Limit-Ergebnisse erforderlich.
Ziele des Sports ↑
Ziel des Sportschießens ist es, die Mitte einer Schießscheibe, durch Einklang von Körper (statischem Aufbau und Körperbeherrschung) und Geist (innere Ruhe und Kontrolle von äußeren Einflüssen), zu treffen. Dies braucht Training, sowohl körperliches wie auch mentales. Oft werden diese Belastungen unterschätzt und Schießen gelegentlich nicht als Sport anerkannt.
Die Ringanordnung auf einer Schießscheibe wird „Spiegel“ genannt, in den meisten Disziplinen handelt es sich um Ringscheiben, bei denen maximal zehn Ringe erreicht werden können. Je näher man die Treffer in der Mitte platzieren kann, umso mehr Ringe erhält der Schütze.
In der Regel werden beim Sportschießen Wettkämpfe mit, je nach Disziplin und Altersklasse, 40 oder 60 Schuss geschossen. Zum Einsatz kommen dabei in der Regel einzelne Zehnerringscheiben, in Wettkämpfen mit dem Luftgewehr jedoch seit einiger Zeit fast ausschließlich Scheibenstreifen, die mit jeweils 10 oder 5 Spiegeln versehen sind.
Seit der Jahrtausendwende kommen immer mehr elektronische Messverfahren auf den Markt. Infrarot-Lichtschranken ergeben ein feines Netz, das den Durchtritt eines Geschosses mit hoher Auflösung und Genauigkeit bestimmt. Diese Messung ist deutlich präziser, als sich eine herkömmliche Papierscheibe drucken lässt und unabhängig von jeglicher Witterungsart.
Während bei den olympischen Disziplinen zwischen den Geschlechtern unterschieden wird, gibt es in den nationalen Verbänden auch Disziplinen, bei denen diese Unterscheidung entfällt.
Klasseneinteilungen ↑
Als Einstieg in das Sportschießen wird gemeinhin das Schießen mit Druckluft-, Federdruck- und CO2-Waffen verstanden, so dass für diese Waffenarten auch die untere Altersgrenze von 12 Jahren definiert wurde.
Ausnahmen (ab 10 Jahren) werden nur unter Einhaltung mehrerer Auflagen (nur mit schriftlicher Erlaubnis oder Anwesenheit der Eltern und behördlicher Erlaubnis und Obhut, d.h. Aufsicht einer zur Kinder- und Jugendarbeit für das Schießen geeigneten Aufsichtsperson, § 27 Abs. 3 WaffG) erteilt.
Beim Bogenschießen darf allerdings schon unter 12 Jahren geschossen werden. Es gibt bei Wettkämpfen keine Altersbegrenzung nach oben. Wer sich fit genug fühlt, kann auch noch mit über 85 Jahren an Wettkämpfen teilnehmen.
Für Wettkämpfe nach den Regeln des Deutschen Schützenbundes gibt es zur Angleichung an das Leistungsvermögen so genannte Wettkampfklassen. Als Berechnungszeitraum gilt das Sportjahr.
| Wettkampfklasse | |
| Schülerklasse | unterteilt in männlich/weiblich: bis 14 Jahre |
| Jugendklasse | unterteilt in männlich/weiblich: 15 - 16 Jahre |
| Juniorenklasse B | unterteilt in männlich/weiblich: 17 - 18 Jahre |
| Juniorenklasse A | unterteilt in männlich/weiblich: 19 - 20 Jahre |
| Schützenklasse | nur Männer: 21 - 45 Jahre |
| Damenklasse | nur Frauen: 21 - 45 Jahre |
| Altersklasse | nur Männer: 46 - 55 Jahre |
| Damenaltersklasse | nur Frauen: 46 - 55 Jahre |
| Seniorenklasse | nur Männer: ab 56 Jahre |
| Seniorinnenklasse | nur Frauen: ab 56 Jahre |
| Seniorenklasse A | nur Männer (aufgelegt): 56 - 65 Jahre |
| Seniorinnenklasse A | nur Frauen (aufgelegt): 56 - 65 Jahre |
| Seniorenklasse B | nur Männer (aufgelegt): 66 - 71 Jahre |
| Seniorinnenklasse B | nur Frauen (aufgelegt): 66 - 71 Jahre |
| Seniorenklasse C | nur Männer (aufgelegt): ab 72 Jahre |
| Seniorinnenklasse C | nur Frauen (aufgelegt): ab 72 Jahre |
Wettkampfmodus ↑
An Rundenwettkämpfen nehmen Vereinsmannschaften je nach Disziplin mit 3 bis 5 Schützen teil.
Je nach Leistungsstufe werden dabei Wettkämpfe auf Kreisebenen, Bezirksebenen, Landesebenen oder auch Bundesebene ausgetragen. Innerhalb eines Vereins kann es dabei vorkommen, dass je nach Leistungsstärke, Mannschaften in mehreren Verbandsebenen antreten.
Die Wettkampfsaison ist dabei nicht identisch mit dem Wettkampfjahr, welches am 1. Januar beginnt. Die Rundenwettkampfsaison beginnt meist im September / Oktober..
Beim klassischen Wettkampfmodus schießen die Schützen einer Mannschaft das jeweilige Wettkampfprogramm.
Haben Alle ihren Wettkampf beendet werden die Ergebnisse ausgewertet. Je nach Disziplin kommen 3-4 Schützen in die Wertung bei der die Ergebnisse addiert werden. Die Mannschaft mit dem höheren Ergebnis gewinnt den Wettkampf, jedoch werden keine Punkte für einen Sieg vergeben sondern das Mannschaftsergebnis eines jeden Wettkampfs addiert.
Wer am Ende mit allen geschossenen Wettkämpfen das höchste Ergebnis erzielt steht auf Platz 1 usw.
Der neue Ligamodus setzt am Prinzip Mann gegen Mann an.
Es werden Mannschaften zu je 5 Schützen gebildet. In diesen Mannschaften herrscht eine eigene Rangliste (Setzliste)
die sich aus dem Durchschnitt der vergangenen Wettkämpfen bildet.
Es gibt somit Schützen auf Platz 1 (höchster Durchschnitt) bis Platz 5 (niedrigster Durchschnitt) in der Mannschaft.
Diese 5 Schützen treten gegen den jeweiligen gleichen Platz aus der gegnerischen Mannschaft im direkten Vergleich an.
Beispiel:
| Schütze 1 Mannschaft A | Stand 1 | gegen | Schütze 1 Mannschaft B | Stand 2 |
| Schütze 2 Mannschaft A | Stand 3 | gegen | Schütze 2 Mannschaft B | Stand 4 |
| Schütze 3 Mannschaft A | Stand 5 | gegen | Schütze 3 Mannschaft B | Stand 6 |
| Schütze 4 Mannschaft A | Stand 7 | gegen | Schütze 4 Mannschaft B | Stand 8 |
| Schütze 5 Mannschaft A | Stand 9 | gegen | Schütze 5 Mannschaft B | Stand 10 |
So schießen die 5 Paarungen nebeneinander und gleichzeitig ihren Wettkampf.
Um seinen Gegner zu schlagen muss der Schütze ein besseres Ergebnis erzielen als sein Gegner,
so kann er einen Punkt (Einzelpunkt) für seine Mannschaft gewinnen.
Die Mannschaft mit den meisten Einzelpunkten gewinnt den Wettkampf und erhält 2 Mannschaftspunkte für die Tabelle der laufenden Saison. Da 5 Schützen gegeneinander antreten gibt es kein Unentschieden, denn bei Ringleichheit wird
ein Stechschuss direkt nach dem Wettkampf geschossen. Der bessere Schuss gewinnt die Begegnung.
Ligaübersicht ↑
Meldet ein Verein eine neue Mannschaft für die Rundenwettkämpfe an, startet diese in der untersten Liga.
Beispiel für eine Luftgewehrmannschaft aus dem Schützenkreis Calw (andere Regionen in Deutschland sind größtenteils ähnlich organisiert), beginnend ganz unten in der Kreisklasse D.
| Bundesliga | Liga | Bundesebene | |
| Regionalliga | Liga | ||
| Württembergliga | Liga | Landesebene | |
| Verbandsliga | Liga | ||
| Landesliga | Liga | ||
| Bezirksoberliga | Liga | Bezirksebene | |
| Bezirksliga A | Liga | ||
| Bezirksliga B | Liga | ||
| Kreisoberliga | Liga | Kreisebene | |
| Kreisliga A | Liga | ||
| Kreisliga B | Liga | ||
| Kreisklasse C | klassisch | ||
| Kreisklasse D | klassisch |
Die Waffen ↑
Das Sportschießen wird in der Regel nach der Art der Waffe unterteilt:
• Bogen
• Armbrust
• Gewehr / Flinte
• Pistole / Revolver
Obwohl sowohl Bogen- als auch Schusswaffen lebensgefährliche Verletzungen verursachen können, ist Sportschießen ein eher ungefährlicher Sport, da der Schießbetrieb nur auf zugelassenen Schießständen und nur unter ständiger Aufsicht stattfinden darf.
Schusswaffen
Gewehre und Pistolen werden nach Feuerwaffen und Luftdruckwaffen (besser: „Druckluftwaffen“) unterteilt, je nach der Art, welche Munition verwendet wird. Luftdruckwaffen fallen auch unter das deutsche Waffengesetz, haben aber bei einem Vorhandensein eines F im Fünfeck (unter 7,5 Joule Bewegungsenergie der Geschosse) eine Befreiung von einigen waffenrechtlichen Notwendigkeiten.
Seit einigen Jahren werden vermehrt Pressluft- und/oder CO2-Waffen eingesetzt, die dem Schützen das mühselige Spannen der Waffe ersparen sollen und zudem zu einer ruhigeren Schussabgabe verhelfen.
Sowohl Luftgewehr als auch Luftpistole sind für viele der Anfang für das sportliche Schießen. Schießstände für Luftdruckwaffen sind in vielen Orten vorhanden und leicht einzurichten, müssen jedoch von einem offiziellen Schießstand-Sachverständigen abgenommen werden.
Anders als bei den „Schießbudengewehren“ auf dem Jahrmarkt wird bei Luftdruckwaffen nicht mit Kugeln, sondern mit so genannten Diabolos mit 4,5 mm Durchmesser geschossen, die eine geradere Flugbahn und ein sauberes Einschussloch gewährleisten.
Die Auswertung der Schießergebnisse wird heute in der Regel mit elektronischen Auswertemaschinen vorgenommen, die bis auf 1/100 mm genau auswerten können. Insbesondere im Finale größerer Wettkämpfe werden auch die Zehntel eines Ringes zum Ergebnis hinzu addiert. Statt der sonst üblichen „einfachen Zehn“ kann mit einer elektronischen Auswertung bis zu „10,9“ erreicht werden, was einem Schuss entspricht, der im absoluten Mittelpunkt des Ringspiegels liegt.
Beim Sportschießen werden in der Regel keine „Gebrauchswaffen“ verwendet, sondern speziell entwickelte Sportwaffen. Die Spitzenathleten benutzen hochgezüchtete Sportwaffen wie die Schnellfeuerpistole, die Freie Pistole oder das Kleinkalibergewehr der Biathleten und die Bögen der Bogenschützen.
Ebenfalls großer Beliebtheit erfreut sich auch das Großkaliberschießen mit Kurz- und Langwaffen.
Die Disziplinen in Deutschland ↑
Jede Disziplin hat ihre speziell auf die Anforderungen angepassten und dem Reglement entsprechenden Waffen.
Die unten aufgeführten Disziplinen sind die bekanntesten und international verbreitetsten.
Auch wird das Reglement immer wieder verändert, um die Attraktivität des Sportes bei Sportübertragungen für Fernsehsender zu erhöhen. So dürfen seit der letzten Revision der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes die Schützen z. B. nur noch Augenabdeckungen/Sichtblenden von maximal 3 cm Breite vor dem Auge und 4 cm Höhe bei seitlichen Abdeckungen tragen, damit das Gesicht des Schützen bei Fernsehübertragungen besser zu sehen ist.
International hat man sich in den letzten Jahrzehnten bemüht, die Disziplinen so zu modifizieren, dass sie ihren ursprünglich militärischen bzw. waidmännischen Charakter verlieren. Beste Beispiele sind die ehemalige Disziplinen „Keilerschießen“, „Tontaubenschießen“ und „Schnellfeuer“ (noch früher Duell). Der Keiler wurde durch normale runde Scheiben ersetzt - und heißt heute „Laufende Scheibe“, die Tontaube heißt heute Wurfscheibe und die Schnellfeuerscheiben sind mittlerweile ebenfalls rund und haben ihr stilisiertes menschliches Aussehen verloren. Alle drei Disziplinen sind olympisch.
Große internationale Wettkämpfe, einschließlich der Olympischen Spiele, werden mit Ausnahme von Wurfscheiben Skeet und Wurfscheiben Trap, nur mit kleinkalibrigen Waffen oder Luftdruckwaffen durchgeführt.
Olympisches Finale ↑
In der Regel kommen die acht besten Schützen aus dem Vorkampf in das olympische Finale, die einzigen Ausnahmen hierbei sind die olympische Schnellfeuerpistole und die Flinten-Diszíplinen. Bei diesen Disziplinen kommen nur die sechs besten Schützen weiter.
Bei den 10- und 50-m-Wettbewerben werden jeweils 10 Finalschüsse auf Kommando abgegeben. Der Schusswert wird sofort in Zehntelwertung ermittelt.
Bei den 25-m-Wettbewerben werden im Finale 20 Schuss (in 4 Serien á 5 Schuss) abgegeben.
Der schlechteste Schuss beim Finale ist eine 0,0. Der Wert kann daher kommen, dass ein Schütze nicht, zu spät oder auf die falsche Scheibe schießt. Der beste Wert, der im Finale geschossen werden kann, ist eine 10,9. Sie ist exakt in der Mitte der Scheibe und wird vom Publikum besonders bejubelt.
Verfahren zur Ergebnisermittlung ↑
Es existieren zwei grundsätzliche Verfahren, das Ergebnis eines Schützen zu ermitteln:
manuell (von Hand) oder mit Hilfe von elektronischen Hilfsmitteln.
Werden Papierscheiben von Hand ausgewertet, wird der Wert eines jeden Schusses einzeln ermittelt. Dabei gilt die Regel, dass wenn ein Ring von dem Schuss angekratzt wird, der höhere Ring gezählt wird. Dieses Verfahren wird, abgesehen von den 25m Pistolendisziplinen im Großkaliberbereich, nur noch beim Training und bei Rundenwettkämpfen in den unteren Klassen angewendet.
Bei der Auswertung mit elektronischen Hilfsmitteln gibt es wiederum mehrere Verfahren. Das kostengünstigste ist dabei das Beschießen einer Papierscheibe, die später von einer so genannten Auswertemaschine ausgelesen wird. Dabei vermisst die Maschine den Abstand des Schusses zur 10 und ermittelt daraus den Schusswert.
Immer beliebter werden elektronische Trefferanzeigen. Das bedeutet, dass der Schütze am Stand einen Monitor stehen hat, der sofort nach der Schussabgabe den Wert anzeigt. Das Verwenden von Papierscheiben entfällt bei der Werteermittlung. Bei der elektronischen Trefferanzeige gibt es nur zwei zugelassene Verfahren, erstens die Messung mittels Schallwellen (System SIUS Ascor) und zweitens die Messung mittels Lichtschranken (System Meyton).
Bei der Schallwellenmessung wird von vier bis sechs Mikrofonen gemessen, wo das Geschoss ein Gummi- oder Papierband durchschlägt. Die Messung mit Hilfe von Lichtschranken ermittelt das Geschoss dort, wo es die Lichtschranken auf der X- und Y-Achse unterbricht.
Beide Systeme müssen eine Genauigkeit von mindestens 1/10 mm aufweisen.

